Der Bundesrat hat das Corona-Paket gebilligt. Damit gilt ab heute auch das Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für solche Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise insolvenzreif wurden oder werden.

 

DIE INSOLVENZWELLE WIRD TROTZDEM KOMMEN

 

Aber: „Die Insolvenzwelle wird trotzdem kommen“ schreibt Prof. Dr. Georg Bitter – ein renommierter Insolvenzrechtler der Universität Mannheim – heute in FAZ – Einspruch. Zurecht weist er darauf hin, dass die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht nichts daran ändern wird, dass den Unternehmen früher oder später die Luft ausgeht.

 

FAKTISCHE ZAHLUNGSEINSTELLUNG

 

Ich beobachte, dass der Zahlungsfluss zwischen den Unternehmen zum Stillstand kommt – dasselbe passierte in der Finanzkrise 2008 zwischen den Banken. Offene Posten sind in weiteren teilen wertlos und wer neue Ware einkaufen will, muss Vorkasse leisten. Eine schwierige Belastung für Unternehmen.

 

STILLSTAND DER RECHTSPFLEGE

 

Seine Forderungen gerichtlich beizutreiben, dürfte auch nichts bringen. Denn ob der Schuldner überhaupt zahlen kann, ist die Frage. Außerdem wird es für einige Monate auch schwierig sein, Prozesse zu führen. Im Studium habe ich mich immer gefragt, was das wohl sein könnte, Stillstand der Rechtspflege. Corona hat es mir beigebracht. Viele Gerichte sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Termine werden aufgehoben und keine neuen Termine angesetzt. Wann sich das ändert, ist nicht absehbar.